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Datum Ereignis Stamm Häuptling
Juli 1832 David Mitchell von der American Fur Company fand Fort Piegan zerstört vor. Er errichtete Fort McKenzie ca. 6 Meilen flussaufwärts.
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Blackfoot
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Fort McKenzie 1835 Quelle: http://thewesternartdealer.blogspot.ch

9. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
800 Piegan-Blackfoot Indianer empfingen Karl Bodmer und Fürst Maximilian zu Wied in Fort McKenzie, 6 Meilen oberhalb der Mündung des Marias River. 34 Tage dauerte die Reise von Fort Union nach Fort McKenzie.

Fort McKenzie war kein gemütlicher Ort. Die Böden der Blockhütten bestanden aus gestampfter Erde, die Bewohner führten einen ständigen Kampf gegen Mäuse und Ungeziefer. Glücklicherweise befanden sich unter der Ladung der 'Flora' Fenster und Baumaterial für ein neues Fort.
Die Bevölkerung ernährte sich ausschließlich von Fleisch. Ein indianischer Jäger erhielt für eine Bisonkuh 20 Kugeln und das nötige Schießpulver.
Die Pferde wurden so lange wie möglich mit Gras gefüttert. Im Winter ernährten sich die Pferde von der Rinde der Pappeln. Im Winter wurden die Pferde auf eine Insel im Missouri River gebracht, wo sie überwintern mussten.

Die Tipis der Blackfeet bestanden aus 15 etwa sieben Meter langen Zeltstangen. Die Nähte der zusammengenähten, dünn geschabten Bisonhäute wurden über dem Eingang bis zur Zeltspitze mit dünnen Stöcken zusammengehalten.
Piegan (Blackfoot)
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10. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
Die Reisenden mit Bodmer und zu Wied wurden vom Häuptling der Piegan 'Eisernes Hemd' (Mehkskehme-Sukahs) eingeladen. Bodmer staunte, er hatte noch nie ein so großes Zelt gesehen. Der Durchmesser betrug etwa 15 Schritt (ca. 12 Meter). Der Häuptling bewirtete seine Gäste mit Pemmikan (getrocknetes Fleisch gemischt mit Beeren). Der Häuptling schenkte den Gästen eine englische Offiziersuniform (!), einen Dolch, ein buntes Taschentuch und ein paar Biberfelle.
Piegan (Blackfoot)
Iron Short
11. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
In Fort McKenzie wurde Handel getrieben. Die Piegan schenkten Major David Mitchell, dem Kommandanten des Forts, einige Pferde und eine stattliche Anzahl von Biberfellen. Vor allem Biberfelle wurden gehandelt.
An diesem Tag malte Bodmer ein Bild von Häuptling 'Eisenhemd'.

Major Mitchell schenkte Häuptling Ninoch-Kiaiu einen neuen rot-grünen Uniformrock, einen Filzhut und eine Doppelflinte, weil dieser noch nie seinen Pelz mit der Konkurrenz getauscht hatte.

Piegan (Blackfoot)
Piegan (Blackfoot)
Piegan (Blackfoot)
Iron Short
Ninoch-Kiaiu
Tatsicki-Stomick
Eisenhemd (Mehkskeme-Sukahs) und Tatsicki-Stomick, Häuptlinge der Piegan 1833. Quelle: https://www.meisterdrucke.ch/kunstdrucke/Karl-Bodmer/155121/Mehkskeme-Sukahs,-Blackfoot-Häuptling-und-Tatsicki-Stomick,-Piekann-Häuptling,-Tafel-45-aus-Band-2-von-'Reisen-in-Innere-Nordamerikas',-graviert-von-Allais,-1844.html

12. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
Bodmer malte den Piegan-Häuptling Kutonapi, der mit seiner Familie in seinem Jagdzelt unweit des Missouri River kampierte. Den Gästen wurde eine Schale mit frischem Wasser aus dem Missouri und eine Mahlzeit aus gekochtem Biberschwanz und Wurzelknollen angeboten.
Piegan (Blackfoot)
Kutonapi
13. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
In Fort McKenzie erschoss ein Blackfeet-Indianer einen weißen Händler namens Martin. Der Indianer behauptete, seine Pistole habe sich versehentlich gelöst. Mitchell behielt die Nerven und warf den Indianer aus dem Fort.
Viele Indianerfamilien verließen das Lager und von da an herrschte eine angespannte Stimmung rund um Fort McKenzie.
Piegan (Blackfoot)
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16. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
Bodmer und Fürst Maximilian zu Wied wurden von Mitchell eingeladen, den Standort des neuen Forts zu besichtigen. Während des Rittes wurde ein Piegan-Indianer erschossen, als er sein Pferd im Lager der Blood (Blackfeet) oder Kainah (Blackfeet) wiederfand.

Piegan (Blackfoot)
Blood (Blackfoot)
Kainah (Blackfoot)
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28. August 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
Am Morgen griffen 600 Krieger der Assiniboine und Cree das Lager der Blackfoot vor den Toren von Fort McKenzie an. Die Blackfoot hatten am Abend zu viel getrunken und schliefen ihren Rausch am Morgen aus, als die Assiniboine und Cree angriffen. Viele Zelte der Blackfoot wurden zerstört und viele Blackfoot Indianer getötet.

Fürst Maximilian zu Wied fühlte sich von den Indianern bedroht und beschloss, seine Reise hier abzubrechen und nach Fort Union zurückzukehren.

Blackfoot
Assiniboine
Cree
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Angriff der Assiniboine und Cree auf das Lager der Blackfoot 1832. Quelle: http://nativeamericannetroots.net/diary/1542

Anfang September 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
In Fort McKenzie malte Bodmer den Blackfoot-Häuptling Low Horn.
Blackfoot
Low Horn
Häuptling der Blackfoot Low Horn. Quelle: Buch 'Indianer waren meine Freunde', Autor Hans Läng

14. September 1833 Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 -
Um 13:00 Uhr verließ das Kielboot 'Flora' Fort McKenzie und kehrte nach Fort Union zurück.
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1833 Die American Four Company errichtete nach Fort Piegan den zweiten Handelsposten am Marias River, Fort McKenzie. Dieses Fort wurde bis 1843 betrieben und 1833 auch von Karl Bodmer und Fürst Maximilian von Wied-Neuwied besucht.Blackfoot
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Winter 1834 Bei Fort McKenzie am Marias River im Nordwesten Montanas wurden die Felle von 9'000 Bisons, 2'800 Bisamratten, 1'500 Präriehunden, 200 Rotfüchsen, 180 Wölfen, 40 Ottern und 19 Bären gehandelt.
Für 10 Bisonfelle erhielten die Blackfoot 1840 beispielsweise ein Gewehr.
Blackfoot
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Bison im Custer State Park in Süd-Dakota. Quelle: Thomet Daniel 2010

Ende Juni In Fort McKenzie traf ein Langboot mit Handelsgütern aus Fort Union ein. Das Boot brachte auch die Pocken mit und steckte die Blackfoot Indianer an. Etwa 2/3 der Blackfoot Indianer starben an den Pocken.Blackfoot
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1837 Ein Kielboot kam in Fort McKenzie an. Die Waren waren mit Pocken verseucht. In der Folge breiteten sich die Pocken unter den Blackfoot aus und forderten 6'000 Todesopfer, 2/3 der damaligen Blackfoot-Population.
Dadurch waren die Blackfoot nicht mehr in der Lage, ihre ehemaligen Feinde wie die Northern Shoshone zu unterdrücken.
Die Pocken wurden entweder durch Reisende über den Missouri oder durch weiße Siedler eingeschleppt, die sich zunehmend im Gebiet der Blackfoot niederließen.

Blackfoot
Northern Shoshone
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Winter 1838 Trotz der Pockenepidemie im Nordwesten Montanas blühte der Pelzhandel schnell wieder auf. Über Fort McKenzie wurden die Felle von 10'000 Bisons gehandelt.Blackfoot
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Bison im Custer State Park in Süd-Dakota. Quelle: Thomet Daniel 2010

Winter 1840 In Fort McKenzie wurden die Felle von 21'000 Bisons gehandelt.Blackfoot
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1840 Die Blackfoot erhalten am Handelsposten Fort McKenzie (im Nordwesten von Montana) für 10 Bisonfelle ein Gewehr.Blackfoot
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