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| Buchcover | Autor | Titel | Beschreibung |
| Bild | Autor | Leer | Beschreibung |
| Datum | Ereignis | Stamm | Häuptling |
| 9000 v. Chr. | Schon vor 11'000 Jahren bauten Indianer hier Feuersteine ab. Der Feuerstein war gebrochen und hatte sehr scharfe Kanten. Aus dem Feuerstein wurden Werkzeuge und Waffen hergestellt. Der hier abgebaute Feuerstein ist unter dem Namen 'Knife River Flint' bekannt und wurde von den Indianern gehandelt. Die Hidatsa und Mandan lebten im 19. Jahrhundert in diesem Gebiet und bauten Feuerstein ab. | Mandan Hidatsa | - |
| 1450 | Die Mandan zählten rund 12'000 Personen. | Mandan | - |
| 1450 | Am Missouri River in Nord-Dakota entstand um 1450 eine große Siedlung der Mandan-Indianer, die heute Huff Indian Village genannt wird. In etwa 100 Lehmhäusern lebten vielleicht 1'000 Menschen. Die Siedlung war von einer hölzernen Palisade und einem Wassergraben mit einer Gesamtlänge von etwa 600 Metern umgeben. | Mandan | - |
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| Historische Stätte des indianischen Dorfes Huff. Quelle: Thomet Daniel 2010 | |||
| Um 1500 | Die Mandan lebten in sieben bis zehn Dörfern an der Mündung des Heart-River in den Missouri in Nord-Dakota. Die Zahl der Mandan zu dieser Zeit wird auf 10'000 oder mehr geschätzt. In der Siedlung Double Ditch lebten Mandan-Indianer bis 1795. | Mandan | - |
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| Informationstafel im Double Ditch State Park in Nord-Dakota. Quelle: Thomet Daniel 2010 | |||
| 1575 | Aus drei umliegenden Dörfern errichteten die Mandan südlich der heutigen Stadt Mandan ein befestigtes Dorf namens 'On-a-Slant, etwa eine Meile südlich der Mündung des Heart River in den Missouri River. Das Dorf wurde erst nach der großen Pockenepidemie von 1781 von seinen Bewohnern verlassen. Das Dorf bestand aus etwa 85 Lehmhäusern. | Mandan | - |
| 1734 | In seinem Jahresbericht an den 'Gouverneur General of Canada' erwähnt Pierre Gaultier de Varennes (Sieur de La Verendrye) eine Begegnung mit Cree und Assiniboine Indianern. Bei dieser Gelegenheit hörte Gaultier zum ersten Mal von den Mandan-Indianern. Die Assiniboine und Cree tauschten im Frühjahr Mais mit den Mandan. Die Assiniboine und Cree sagten, dass das Haar der Mandan entweder braun oder weiß war, dass einige Mandan große Bärte trugen und weiße Haut hatten. | Cree Assiniboine Mandan | - |
| 3. Dezember 1738 | Pierre Varennes Expeditionen 1731-1743 - Pierre Gaultier de Varennes (Sieur de La Verendrye) verließ am 30. November mit einer großen Gruppe Assiniboine Fort St. Charles und erreichte vier Tage später das Dorf On-A-Slant der Mandan-Indianer an der Mündung des White River in den Missouri. Das Dorf bestand aus 130 Lehmhäusern. Gaultier bemerkte, dass er im Dorf Menschen mit dunkler und heller Haut (!) sah. Er sah Mandan mit blonden und braunen Augen (!) und Haare in allen Farben außer rot (also blond, braun, schwarz) Die Mandan bauten Mais, Sonnenblumen und Kürbisse an. Verendryes Bruder Francis erkundete die Umgebung und bemerkte sechs weitere Mandan-Dörfer, von denen einige viel größer waren als das Dorf, in dem Pierre Verendrye lebte. Mitte Dezember verließ Gaultier das Dorf. Verendrye ließ zwei Männer im Dorf der Mandan zurück, die unter anderem die Sprache der Mandan lernen sollten. | Mandan Assiniboine | - |
| 1738 | Die Mandan lebten in mehreren Dörfern mit mindestens 1000 Lehmhäusern in der Umgebung des Heart-River. | Mandan | - |
| 10. Februar 1739 | Pierre Varennes Expeditionen 1731-1743 - Pierre Gaultier de Varennes (Sieur de La Verendrye) kehrte nach Fort La Reine zurück. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| Sommer 1739 | Die Stämme am oberen Missouri kamen wahrscheinlich zum ersten Mal mit Pferden in Kontakt (Mandan, Hidatsa, Arikara). Pierre Gaultier de La Verendrye ließ 1738 auf seiner Handelsreise von Fort Reine nach Süden zu den Mandan-Indianern zwei Männer im Dorf der Mandan zurück. Zurück in Fort Reine berichteten diese, dass die Mandan im Sommer 1739 Besuch von Indianern aus dem Westen erhielten, die mit vielen Pferden kamen, um bestickte Bisonfelle gegen Mais und Bohnen einzutauschen. Es ist anzunehmen, dass die Mandan auf diese Weise zum ersten Mal mit Pferden in Kontakt kamen. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| Herbst 1739 | Pierre Varennes Expeditionen 1731-1743 - Die beiden Männer, die den Winter 1738-1739 im Dorf der Mandan verbracht hatten, kamen nach Fort La Reine. Die Männer berichteten, dass die Mandan im Sommer 1739 Besuch von einem Stamm erhielten, der mit Pferden kam. Pferde waren neu für die Mandan. Der Stamm schien weit im Westen an einem See zu leben, dessen Wasser offenbar von den Gezeiten beeinflusst wurde. Dort schienen auch Weiße zu leben. Verendrye sah die Möglichkeit, einen Weg zum Pazifik zu finden und plante eine weitere Reise zu den Mandan-Indianern. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| Frühling 1742 | Pierre Varennes Expeditionen 1731-1743 - Pierre Gaultier de Varennes (Sieur de La Verendrye) verlässt mit seinem Bruder Fran?ois Fort La Reine und macht sich ein zweites Mal auf den Weg zu den Mandan. Verendrye hoffte, im Dorf der Mandan, die im Sommer 1739 mit Pferden angekommen waren, auf den Stamm zu treffen. Diese Indianer sollten ihm den Weg zu diesem See zeigen, der anscheinend den Gezeiten unterlag. Von dort aus wollte er einen Weg zum Pazifik suchen. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| Mai 1742 | Pierre Varennes Expeditionen 1731-1743 - Pierre und Fran?ois Gaultier de Varennes (Sieur de La Verendrye) kamen im Dorf der Mandan an. Im Mai, Juni, Juli und fast den ganzen August warteten die Franzosen vergeblich auf die Ankunft des Stammes, der 1739 mit Pferden bei den Mandan eintraf. | Mandan Hidatsa | - |
| 1750 | Die Mandan lebten am oberen Missouri in Nord-Dakota in 9 großen Dörfern. Um 1800 gab es wegen Cholera- und Pockenepidemien nur noch zwei große Dörfer. Die Mandan bauten Rundboote aus Büffelleder, mit denen sie Flüsse überquerten. Für längere Reisen waren diese Boote jedoch ungeeignet. | Mandan | - |
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| Rundboot aus Bisonhaut, fotografiert bei Fort Union, Nord-Dakota. Quelle: Thomet Daniel 2010 | |||
| 1780-1781 | Eine Pockenepidemie breitete sich ab 1775 von Mexiko nach Norden aus. Der Handel mit Pferden verbreitete die Seuche unter den Stämmen der amerikanischen Prärie. Bis 1780 verbreiteten sich die Pocken bis zu den Hidatsa-Indianern am Missouri River in Nord-Dakota. Die Pockenepidemie tötete etwa 4/5 der Indianer am Missouri. Betroffen waren vor allem die ehemals großen Stämme der Mandan, Hidatsa und Arikara (Ree). Stämme, die damals die Hidatsa angriffen, infizierten sich mit Pocken und brachten diese in ihre eigenen Dörfer! Die Hidatsa zählten um 1700 etwa 20'000 Menschen, nach der Epidemie noch etwa 2'500. | Arikara Mandan Assiniboine Hidatsa | - |
| Um 1785 | Die Sioux griffen das Mandan-Dorf Rooptahee (Ruhptare oder Nuptadi) an und brannten es nieder. | Mandan Sioux | - |
| 1787 | Die Mandan errichteten das Dorf Mitutanka mit 40 Lehmhäusern südöstlich von Stanton in Nord-Dakota. Das Dorf ist auch als 'Big White Village' bekannt. 1821 wurde das Dorf wieder verlassen. | Mandan | - |
| 1787 | Die Mandan bauten das Dorf Rooptahee (auch Ruhptare genannt) mit 50 Lehmhäusern östlich von Stanton in Nord-Dakota. Die Hidatsa nannten das Dorf Awaicpuax (Dorf auf dem Hügel). | Mandan | - |
| Ab 1795 | Die Cheyenne trieben Pferdehandel mit den am Missouri lebenden Mandan, Hidatsa und Arikara. Wie die dort lebenden Lakota handelten auch die Cheyenne im Tausch gegen Pferde mit begehrten europäischen Handelsgütern. Dieser Handel funktionierte, bis die drei genannten Stämme am Missouri nach 1800 von eingeschleppten Krankheiten heimgesucht und stark dezimiert wurden. Danach handelten die Cheyenne vor allem direkt mit den weißen Händlern im Norden und unternahmen Raubzüge in die südlichen Prärien, um sich Pferde zu beschaffen. | Cheyenne Mandan Hidatsa Arikara Lakota | - |
| Um 1800 | Am Handelsposten am Mouse River im Norden von Nord-Dakota versammeln sich zahlreiche Krieger der Ojibwe, Assiniboine, Cree und Mandan, um gegen die 'A-gutch-e-ninne-wug' (Hidatsa) zu kämpfen. Der Name 'A-gutch-e-ninne-wug' stammt von den Ojibwe-Indianern und bedeutet 'Sesshafte'. Diese Kampagne war jedoch nicht erfolgreich. | Ojibwe Assiniboine Cree Mandan Hidatsa | - |
| 1801 - 1802 | Bei zwei Blattern-Epidemien in den Jahren 1781/1782 und 1801/1802 starb etwa die Hälfte der nördlichen Prärieindianer! Von den Ottawa und Ojibwe ist überliefert, dass sie bei der Ernte von wildem (Wasser-)Reis von der Krankheit befallen wurden. Es begann mit Husten und Heiserkeit, oft begleitet von Blutungen aus Nase und Mund. Innerhalb kurzer Zeit starben viele Menschen. In dieser Zeit gab es auch viele Selbstmorde. Selbstmorde wie Erschießen, Erhängen, Ertrinken und Vergiften waren bei den Indianern keine Seltenheit. Die Omaha-Indianer waren durch die Seuche so geschwächt, dass sie bei der Jagd zufällig auf ihre Verbündeten, die Ponka, trafen und diese angriffen! Die Ponka hatten die Jagd bereits beendet, das Fleisch war schon auf die Pferde geladen. Die Ponka ergriffen sofort die Flucht, um nicht von den Blattern angesteckt zu werden. Die 18 großen Dörfer der Arikara wurden nach der Poken-Epidemie auf drei kleine Dörfer reduziert. | Ojibwe Cree Ottawa Arikara Mandan Hidatsa Omaha Ponca Kickapoo | - |
| 19. Oktober 1804Nicht erkannter Quellenhinweis | Lewis and Clark 1804-1806 - Lewis . | Mandan | - |
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| Fort Mandan. Quelle: Wikipedia | |||
| 24. Dezember 1804 | Lewis and Clark 1804-1806 - Der Bau von Fort Mandan war abgeschlossen. Lewis und Clark verbrachten den Winter 1804/1805 in Fort Mandan. Das Fort wurde im November 1804 aus Pappelholz errichtet. Nach 5 Monaten verließ die Expedition das Fort. | Mandan | - |
| 14. August 1806 - 16. August 1806 | Lewis and Clark 1804-1806 - Während 3 verhandelten Lewis und Clark mit den Mandan, Hidatsa und Arikara. Clark bot erneut eine Einladung zu Gesprächen mit dem Präsidenten in Washington an. Doch keiner der Häuptlinge war bereit, mit Lewis und Clark nach Washington zu reisen. Die Häuptlinge fürchteten die Brule-Lakota, die weiter südlich am Missouri River lebten. Die Verhandlungen fanden im Lager von Lewis und Clark oberhalb des Mandan-Dorfes Mitutanka statt. Sheheke war der einzige Häuptling, der mit Lewis und Clark nach St. Louis zog. | Hidatsa Mandan Mandan Mandan Hidatsa Mandan | Le Borgne Black Cat Sheheke Caltarcota Black Moccasin Little Raven |
| Sommer 1806 | Während Lewis und Clark sich in den Dörfern der Hidatsa und Mandan aufhielten, schickten die Hidatsa mehrere Kriegstrupps gegen die Lemhi-Shoshone und Grand-River-Arikara. | Mandan Hidatsa Lemhi (Shoshone) Arikara | - |
| 23. September 1806 | Lewis and Clark 1804-1806 - William Clark begleitete Häuptling Sheheke in den 'General Store' von Fort Belle Fontaine. Hier konnte sich der Häuptling der Mandan in der Welt des weißen Mannes mit den neuesten Hemden aus Caliko sowie mit bunten Taschentüchern und Gegenständen aus farbigen Glasperlen ausstatten. | Mandan | Sheheke |
| 1806 | Die Dakota überfielen ein befestigtes Dorf der Mandan. Die Mandan wurden von den Cree, Ojibwe und Assiniboine unterstützt. Kaum sahen die Dakota die Ojibwe, flohen diese in alle Richtungen. | Dakota Mandan Cree Assiniboine Ojibwe | - |
| 1806 | Die Mandan lebten damals in zwei Dörfern: In Rooptahee (auch Ruhptare genannt) mit 50 Lehmhäusern und in Matootonha. | Mandan | - |
| 1806 | Die Mandan verlegten ihr Dorf Rooptahee (auch Ruhptare genannt) mit 50 Lehmhäusern auf die Südseite des Knife River. Dort befand sich später das Dorf Deapolis. Dieses Dorf wurde auch als 'Deapolis site' oder Mitutanke bekannt. Im Jahre 1837 wurde das Dorf verlassen. | Mandan | - |
| 1821 | Die Mandan verließen ihr Dorf 'Mitutanka' am Missouri River und errichteten 2 Meilen südöstlich davon das Dorf 'Mih-Tutta-Hangkush' (auch 'Mihtuttahangkush' genannt). | Mandan | - |
| 12. Oktober 1823 | Ashley's Hundred 1823 - Im Jahre 1823 lebten die Mandan in zwei Dörfern, Mih-tutta-hang-kush und Ruptare. Diese Dörfer wurden auch die 'oberen Dörfer' genannt. In der Umgebung befanden sich die drei Dörfer der Hidatsa. | Mandan | - |
| Ende November 1823 | Ashley's Hundred 1823 - Die Mandan begleiteten Glass nach Fort Tilton. Noch in derselben Nacht verließ Glass Fort Tilton und marschierte nach Fort Henry, wo der Yellowstone River in den Missouri River mündet. | Mandan | - |
| 30. Juli 1825 | Yellowstone Expedition 1825 - Vertrag mit den Mandan 1825General Henry Atkinson unterzeichnete einen Friedensvertrag in einem Dorf der Mandan. Ich nehme an, dass es sich um das Dorf 'Mih-Tutta-Hangkusch' am Missouri River handelte. Im Jahre 1825 lebten die Mandan noch in 2 Dörfern: Mih-Tutta-Hangkusch und Ruhptare (Ort Deapolis). | Mandan | - |
| 1831 | Die American Fur Company errichtete Fort Clark am Missouri River im Süden des heutigen Mercer County. In unmittelbarer Nähe befand sich das Dorf 'Mih-Tutta-Hang-kusch' der Mandan. Fort Clark wurde von James Kipp erbaut und hatte eine Größe von 120 Fuß mal 160 Fuß. | Mandan | - |
| Sommer 1832 | Der berühmte Maler George Catlin reiste mit dem Dampfschiff 'Yellowstone' auf dem Missouri River nach Fort Union. Unterwegs malte er Landschaften und porträtierte Indianerstämme. So die Pawnee, Omaha, Ponca, Mandan, Cheyenne, Crow, Assiniboine und die Blackfeet. Catlin malte unter anderem den Mandan-Häuptling Ha-natah-nu-mauh und Four Bears (Mah-to-toh-pa), wahrscheinlich im Dorf Mihtuttahangkush. Wie schon Pierre Gaultier 1736 und Lewis . | Mandan Mandan | Ha-natah-nu-mauh Four Bears |
| 18. Juni 1833 | Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 - Der deutsche Prinz Maximilian zu Wied und der Schweizer Maler Karl Bodmer kamen mit dem Dampfschiff 'Assiniboine' in Fort Clark am Missouri River in Nord-Dakota an. In unmittelbarer Nähe von Fort Clark lagen Dörfer der Mandan und Hidatsa. Die Crows mit 70 Zelten unter Häuptling Rotten Belly lagerten als Gäste in der Nähe. Maximilian zu Wied und Bodmer besuchten die Dörfer der Mandan, Hidatsa und Crows. | Mandan Hidatsa River Crow (Crow) | Rotten Belly |
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| Fort Clark, Nord-Dakota. Quelle: http://franceshunter.wordpress.com/2009/11/10/lewis-clark-road-trip-fort-clark-north-dakota/ | |||
| 8. November 1833 | Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 - Gemeinsam mit Toussaint Charbonnau trafen Bodmer und Fürst Maximilian zu Wied in Fort Clark in Nord-Dakota ein. Das eigens für die Expedition neu erbaute Haus in Fort Clark war noch nicht ganz fertiggestellt. Daher wohnten Bodmer und Maximilian zu Wied bis zur Fertigstellung ihres eigenen Hauses im Haus von James Kipp. | Mandan | Mato-Tope |
| 8. November 1833 | Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 - Bodmer besuchte häufig das nahe gelegene Dorf der Mandan-Indianer 'Mih-Tutta-Hangkusch'. Dort traf er sich immer mit den Häuptlingen Mato-Tope (Die 4 Bären) und Dipauch (Der gebrochene Arm). Die meisten Bewohner hatten das Dorf bereits verlassen und befanden sich in einem nahe gelegenen Winterlager. Das Dorf bestand aus 60 Lehmhäusern. | Mandan Mandan | Mato-Tope Dipauch |
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| Lageplan des Mandan-Dorfes 'Mih-Tutta-Hangkusch'. Quelle: http://www.gutenberg.org/files/37897/37897-h/37897-h.htm | |||
| 13. November 1833 | Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 - Im Mandan-Dorf 'Mih-Tutta-Hangkusch' am oberen Missouri beobachteten die Indianer nachts viele Sternschnuppen. Nach dem Glauben der Mandan kündigten die Sternschnuppen den Tod vieler Menschen an. Karl Bodmer dokumentierte dieses Ereignis in seinem Tagebuch. 1837 sollten die Mandan durch die Windpocken fast vollständig ausgelöscht werden. Nur etwa 150 Mandan überlebten diese Epidemie. Die überlebenden Mandan schlossen sich den Hidatsa an. | Mandan Mandan | Mato-Tope Dipauch |
| Ende Februar 1834 | Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 - Ende Februar, als die Sonne wieder stärker schien, kehrten die Mandan in ihre Sommerdörfer zurück. Der Aufenthalt in den Winterlagern dauerte etwa 3,5 Monate. Die Temperaturen in Fort Clark erreichten im Winter 1833/1834 minus 60 Grad! Im Winter gab es oft dünnen Kaffee mit Maisbrot oder Maisbrot mit Bohnensuppe. | Mandan Hidatsa | - |
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| Dorf der Hidatsa 1833 Quelle: http://www.awesomestories.com | |||
| 18. April 1834 | Maximilian zu Wied Expedition 1832-1834 - Karl Bodmer und Prinz Maximilian zu Wied verlassen Fort Clark per Schiff und machen sich auf den Rückweg nach St. Louis. | Mandan Hidatsa | Mato-Tope |
| 19. Juni 1837 | Das Dampfschiff 'St. Peters' der American Fur Company auf dem Missouri River bringt die Pocken zu den Mandan, Hidatsa und Arikara. Der Dampfer wurde entladen, wieder beladen und verließ Fort Clark innerhalb von 24 Stunden. Die Mandan lebten in 2 Dörfern in der Umgebung von Fort Clark mit etwa 1'600 Menschen. Eines der beiden Dörfer hieß Mih-Tutta-Hangkusch. Nur etwa hundert Mandan überlebten die Epidemie. 1845 schlossen sich die überlebenden Mandan den Hidatsa an und gründeten das Dorf 'Like a Fishook'. Der Mandan-Häuptling Four Bears (Mato-Tope) starb am 30. Juli 1837. George Catlin zufolge starb Four Bears nicht an den Pocken, sondern verhungerte. Seine gesamte Familie war an den Pocken gestorben. Etwa die Hälfte der Arikara und ein Drittel der Pawnee starben. | Mandan Hidatsa Pawnee Arikara | Four Bears |
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| Vier Bären (Mato-Tope), Häuptling der Mandan. Gemalt von Karl Bodmer 1833. Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Mandan | |||
| Juni 1837 | Francis A. Chardon notierte in seinem Tagebuch, dass während der Pockenepidemie im Sommer 1837 die Zahl der Mandan von 1800 auf 23 Männer, 40 Frauen und 60 bis 70 Kinder reduziert wurde! Unter den Opfern befand sich auch Häuptling Four Bears. | Mandan | Four Bears |
| 1837 | Die Mandan verließen ihr Dorf Rooptahee (auch Ruhptare genannt) auf der Südseite des Knife River. | Mandan | - |
| 1837 | Die Mandan wurden von einer Blatternepidemie heimgesucht. Die letzten etwa 1600 Mandan wurden fast vollständig ausgerottet. Die letzten 150 Überlebenden schlossen sich den Hidatsa an. | Mandan Hidatsa | - |
| 1837 | In den Jahren 1837 und 1838 grassierte eine Pockenepidemie in den Prärien des Mittleren Westens der Vereinigten Staaten. Die Epidemie ging vom Dampfschiff 'S.S. St. Louis' aus, das von St. Louis auf dem Missouri nach Fort Mackenzie im Norden Montanas fuhr. Die Mandan, Hidatsa, Arikara, Assiniboine, Crow, Pawnee und Blackfoot wurden infiziert. Etwa 2/3 der Blackfoot starben an Pocken. Von den Arikara und Assiniboine starb die Hälfte. Von den Crow starben etwa 1/3, von den Pawnee etwa 1/4 und von den Mandan über 90%. | Mandan Hidatsa Arikara Assiniboine Crow Blackfoot Pawnee | - |
| 1840 | Nach der Pockenepidemie von 1838 - 1838 lebten von den ursprünglich ca. 12'000 Mandan im Jahre 1450 noch ca. 300. | Mandan | - |
| 1845 | Nach den Pockenepidemien von 1836 und 1837 wurde die Bevölkerung vor allem der Mandan sowie der Hidatsa stark dezimiert. Die Mandan und Hidatsa waren nun zu schwach, um sich gegen die Angriffe der Dakota und Yantonai zu verteidigen. Deshalb schlossen sich die beiden Stämme zusammen und gründeten das gemeinsame Dorf Like-a-Fishhook. | Mandan Hidatsa Yanktonai (Western Dakota) Dakota | - |
| 1845 | Die Handelsstation Fort James wurde von James Kipp erbaut und später in Fort Berthold umbenannt. Sie liegt in Süd-Dakota an der Mündung des Little Missouri River in den Missouri River auf der Ostseite des Missouri River. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| 1848 - 1849 | Vertrag von Fort Laramie 1851Die Goldfunde in Kalifornien 1848 führten zu einer Einwanderungswelle durch das Land der Prärieindianer. Auch das Ende des Grenzkonflikts zwischen den USA und England um den Staat Oregon 1846 war ein Grund für die langen Trecks entlang des Platte River nach Oregon und Kalifornien. Die Regierung befürchtete zu Recht blutige Auseinandersetzungen mit den Prärieindianern und lud diese zu einer Friedenskonferenz ein. Diese fand 1851 in Fort Laramie statt. Die Regierung erhoffte sich von dem Vertrag weniger Überfälle auf die Wagenkolonnen. | Lakota Crow Assiniboine Shoshone Cheyenne Arapaho Oglala (Lakota) Brule (Lakota) Arikara Hidatsa Mandan | Red Cloud |
| 1850 | Die Feinde der Hunkpapa waren im Westen die Crows (entlang des Powder River) und im Norden die Assiniboine (zwischen dem Missouri im Norden und dem Zusammenfluss von Yellowstone und Missouri im Westen). Auf ihrem Weg vom Minnesota River nach Westen besiegten die Lakota nacheinander die Kiowa, Omaha, Ponca, Otos, Pawnee, Arikara, Mandan, Hidatsa, Assiniboine und Crows. Die Hunkpapa betrachteten den Powder River als ihre Westgrenze. Bis 1870 wurden die Crows weiter nach Westen zurückgedrängt, so dass sich die Westgrenze der Hunkpapa bis zum Bighorn River erstreckte. | Hunkpapa (Lakota) Kiowa Omaha Ponca Otoe Pawnee Arikara Mandan Hidatsa Assiniboine Crow | - |
| 17. September 1851 | Vertrag von Fort Laramie 1851Nachdem der Streit mit England um die Grenzziehung des Staates Oregon 1846 beigelegt war und 1848 in Kalifornien Gold gefunden wurde, begannen lange Wagenzüge den Platte River entlang nach Oregon und Kalifornien zu ziehen. Die Regierung erhoffte sich durch den Vertrag weniger Überfälle auf die Trecks. Der Vertrag legte fest, dass die Great Plains den Indianern gehörten, solange 'die Flüsse fließen und die Adler fliegen'. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass der Oregon Trail von den weißen Einwanderern benutzt werden durfte. Dafür sollten die Indianer für die nächsten 50 Jahre jährliche Zahlungen in Höhe von 50'000 US-Dollar erhalten. Der Vertrag erlaubte auch den Bau von Forts und Straßen auf dem Gebiet der Indianer. Der Senat ratifizierte den Vertrag 1853 mit einer Änderung: Die Zahlungen sollten nur 10 Jahre dauern. Alle Stämme außer den Crow stimmten zu. Der Vertrag von Fort Laramie von 1851 ist auch als Horse Creek Treaty bekannt. Da zu den Vertragsverhandlungen mehr als 10'000 Indianer mit mindestens ebenso vielen Pferden erschienen, wurden die Verhandlungen an die Mündung des Horse Creek, etwa 30 Meilen östlich von Fort Laramie, verlegt. Viele Stämme erhielten nie die vereinbarten jährlichen Zahlungen. In den nächsten 10 Jahren wurden eine Reihe von Forts entlang des Platte River gebaut. Dann kamen die Wagenkolonnen, die Postkutschen, dann die Pony-Express-Reiter und schließlich die Telegrafenmasten. Dadurch wurde zuerst das Wild und dann der Bison nach und nach aus dem Gebiet vertrieben. Im Jahre 1858 wurde am Pike Peak Gold gefunden und die Einwanderung verstärkte sich.Im Vertrag wurde vereinbart, dass die Great Plains den Indianern gehören, solange 'die Flüsse fließen und die Adler fliegen'. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass der Oregon Trail von den weißen Einwanderern benutzt werden durfte. Dafür sollten die Indianer für die nächsten 50 Jahre jährliche Zahlungen in Höhe von 50'000 US-Dollar erhalten. Der Vertrag erlaubte auch den Bau von Forts und Straßen auf dem Gebiet der Indianer. Der Senat ratifizierte den Vertrag 1853 mit einer Änderung: Die Zahlungen sollten nur für 10 Jahre erfolgen. Alle Stämme außer den Crows stimmten zu. Viele Stämme erhielten nie die vereinbarten jährlichen Zahlungen. Entlang des Platte River wurden in den nächsten 10 Jahren viele Forts gebaut. Dann kamen die Wagenzüge, die Postkutschen, dann die Pony-Express-Reiter und schließlich die Telegrafenmasten. Dadurch wurden das Wild und die Bisons aus der Region vertrieben. 1858 wurde am Pike Peak, südlich von Denver in Colorado, Gold gefunden und die Einwanderung nahm weiter zu. Mit dem Vertrag verpflichteten sich die Stämme, keine Kriege mehr gegeneinander zu führen. Außerdem legte der Vertrag feste Grenzen für die Stämme fest. Man kann davon ausgehen, dass die Indianer kaum wussten, was sie da eigentlich unterschrieben. Es war nicht vorstellbar, dass zum Beispiel die Hunkpapa plötzlich keine Kriege mehr gegen die Crow und Assiniboine führen würden. Zu sehr hatten sich diese Traditionen in den letzten Jahrhunderten in das Leben der Indianer eingeschrieben. Durch den Vertrag wurde das Stammesgebiet der Crow-Indianer von 144'000 km. Der Vertrag sah mehrere Zahlungen vor. Die US-Regierung hat jedoch nur eine Zahlung geleistet und damit den Vertrag gebrochen. Die Assiniboine erhielten ein Reservat zwischen dem Musselshell River und dem Yellowstone River. | Oglala (Lakota) Crow Assiniboine Shoshone Brule (Lakota) Arapaho Gros Ventre Southern Cheyenne (Cheyenne) Brule (Lakota) Arikara Hidatsa Mandan Assiniboine Assiniboine | Big Robber Little Owl White Antelope Conquering Bear Iron Bear Four Bears White Wolf First Fly Crazy Bear |
| Winter 1862 | Little Crow versuchte, die Gros Ventres, Mandan und Arikara im Gebiet von Fort Berthold für den Krieg gegen die Weißen zu gewinnen. Mit 200 Kriegern näherte er sich dem Dorf der Mandan, Gros Ventres und Arikara. Wie es bei den Indianern üblich ist, wenn man Frieden schließen will, näherten sich die Krieger schreiend, tanzend und mit Gewehrschüssen dem Dorf. Die Mandan, Gros Ventres und Arikara begannen sofort auf die Krieger von Little Crow zu schießen. Diese waren wütend, weil vor kurzem ihre Krieger von anderen Sioux-Stämmen getötet worden waren. Die Mdewakanton mussten um ihr Leben fliehen und verloren viele Krieger. Little Crow zog mit 100 Kriegern und ihren Familien in die Turtle Mountains und verbrachte dort den Winter. Im April 1863 zog er in die Gegend von Fort Garry in Manitoba, Kanada. Mitte Juni zog er mit 16 Kriegern und seinem Sohn südwärts nach Minnesota, um Farmen zu überfallen. | Mdewakanton-Santee (Dakota) Gros Ventre Mandan Arikara | Little Crow V |
| 1862 | Die Arikara wurden in ihrem Dorf am Beaver Creek in Nord-Dakota von der vierten Pockenepidemie heimgesucht. Die Arikara waren durch die vielen Epidemien zu schwach geworden, um sich gegen die ständigen Angriffe der Lakota zu wehren. Deshalb verließen die Arikara ihr Dorf am Beaver Creek und zogen in das Dorf Like-A-Fishhook zu den Mandan und Hidatsa. | Arikara Mandan Hidatsa | - |
| 27. Juli 1866 | Vertrag von Fort Berthold 1866Immer mehr Siedler strömten in das Land der Arikara, Mandan und Hidatsa. Die US-Regierung schloss mit den drei Stämmen einen Vertrag, der den Weißen das Durchzugsrecht östlich des Missouri gewährte. Als Gegenleistung erhielten die drei Stämme während 20 Jahren jährlich 10'000 Dollar. Dieser Vertrag wurde im Fort Berthold geschlossen. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| 1870 | Durch einen Erlass des US-Präsidenten wurde die Fort Bertold Reservation für die Mandan, Hidatsa und Arikara eingerichtet. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| Mai 1874 | Black Hills Expedition 1874 - Vertrag zwischen Mandan und Arikara 1874Eine Delegation der Arikara, Mandan und Gros Ventre traf zu Verhandlungen in Washington ein. Die Arikara, Mandan und Hidatsa suchten Schutz vor den ständigen Angriffen der Lakota. Man einigte sich darauf, dass die Arikara, Mandan und Hidatsa Späher für die Armee stellten. Im Gegenzug sollten Soldaten der US-Armee die 3 Stämme vor Angriffen der Lakota schützen Bereits im Juli 1874 sollten Arikara-Indianer Custer bei seiner Black-Hills-Expedition als Scouts dienen. | Arikara Arikara Mandan Mandan Mandan Gros Ventre | Son-of-the-star Bull Head Bad Gun Bald Eagle Shows-fear-in-the-face |
| 13. Juli 1880 | Executive Order von 1880Durch einen Erlass des US-Präsidenten Rutherford B. Hayes wurden die Mandan, Hidatsa und Arikara eines großen Teils ihres Landes beraubt. Die Stämme verloren viel Land südlich und westlich von Fort Buford. Als Entschädigung erhielten die Stämme Land nördlich des Missouri River bis zur kanadischen Grenze. Die Regierung benötigte das Land für den Bau der Northern Pacific Railroad. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| 1888 | Das Dorf der Mandan, Hidatsa und Arikara, Like-a-fishhook, war praktisch verlassen, da die Indianer ermutigt wurden, sich in anderen Gebieten des Reservats niederzulassen. Nur wenige alte Menschen sind im Dorf geblieben. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| 1953 | Der Garrison Damm (583 MW) in Nord-Dakota wurde in Betrieb genommen. Dadurch wurden viele wichtige Gebiete der Mandan, Hidatsa und Arikara überflutet. Der Staudamm hat das traditionelle Leben der Mandan, Hidatsa und Arikara völlig zerstört. | Mandan Hidatsa Arikara | - |
| 16. Juli 1993 | Das neue Casino `4 Bears` der `Three Affiliated Tribes` (Mandan, Hidatsa und Arikara) wurde westlich von New Town eröffnet. | Mandan Hidatsa Arikara | - |